Sandfrauchens Garten
Beete in den Jahreszeiten


Nachdem hier  lange Zeit die Bilder von 2003 zu sehen waren, wird  es Zeit, neue Bilder zu zeigen.
 Ein Garten verändert sich, einige Pflanzen werden größer und schöner andere kümmern und werden ausgetauscht.
  Hier also folgen neue Bilder von 2006:


Das Halbmondbeet und die dahinter gelegenen Schattenbeete
 

Das Halbmondbeet hat seinen Namen auf Grund seiner Form.
Es war bislang recht sonnig gelegen und daher der am besten geeignete Platz für Rosen.  Die rote Kletterose sowie die in Form geschnittene Heckenkirsche stehen dort schon seit 20 Jahren. 
Im hinteren Bereich stehen eine Geditsie (Lederhülsenbaum) und ein Bluthasel. Vor drei Jahren war der Hasel noch der Große und die Gleditsie die Kleine.

Mittlerweile hat letztere sich so kräftig entwickelt, dass es insgesamt zu eng und dunkel wurde und daher habe ich den Hasel entfernt. Die Gleditsie schiebt ihre Wurzeln aber auch unter das Halbmondbeet und ich beobachte, dass die Rosen sich schlechter entwickeln. Schade! Vor den Rosen stehen nach wie vor verschiedene Storchschnäbel und Polsternelken, hinter ihnen Phlox und Herbstastern.


Der Hamburger Winter bringt selten Schnee ...

... erst der März brachte uns Schnee und so wollte der Winter gar nicht mehr enden.

Der Frühling 2006 kam mit Verspätung. Im hinteren schattigen Bereich leuchten die ersten  Scilla .

Die wenigen Tulpen auf dem Halbmondbeet sind verblüht, die Hecke (Lonicera nitida) und der Rasen schreien nach der Schere.

Dies ist der Höhepunkt für das Halbmondbeet. Die weiße Rosa 'Lykkefund' und 'Pauls Scarlet Climber' bringen Höhe ins Beet,
Außerdem blühen 'Bonica', 'Leonardo da Vinci' und Polsternelken. Im Hintergrund der im Vorjahr gestutzte Bluthasel.

Inzwischen musste der Bluthasel weichen. Die Rosen sind verblüht, die Hitze des Hochsommers und mein magerer Boden zwingen
sie zu einer Verschnaufpause. Umso dankbarer bin ich dem Phlox, weil er die Blühpause gut ausfüllt. Im Herbst habe ich noch
ein drittes Exemplar auf die linke Seite gesetzt.


Im Oktober blüht die Rose 'Bonica'  wieder, aber 'Pauls Scarlet Climber' steht nackig da :-( 
Rechts ein blassrosa Chrysanthemum arcticum  und hinten große Gruppen von Herbstastern.


In den letzten Oktobertagen finden sich noch letzte Rosen- und Asternblüten. Die Gleditsie ist bereits kahl (sie verliert ihr Laub recht früh)

Im Dezember wird klar, wie wichtig ein Rahmen von immergrünen Gehölzen ist: geschnittene Heckenkirsche, Buchskugel,
Pieris japonica, Rhododendron, Viburnum davidii, Lorbeerkirsche und bunte Ölweide. Außerdem das blaugrüne Laub der Polsternelken und das grün-weiß gestreifte Laub der Japansegge.
 


   Das Bogenbeet 

In der hintersten Gartenecke  hatten meine Eltern bis 1995 ein letztes Gemüsebeet mit einer Süßkirsche darauf. 
Als GG und ich 1996 unser Gartenhaus bauten überließen meine Eltern mir den hinteren Gartenbereich.  Anfangs unterteilte ich die Fläche in mehrere Bereiche: für Einjährige, Erdbeeren, Aussaat
und ein blaues Beet.  Aber das Ganze wirkte zu wirr, es fehlte
das "gewisse Etwas"
Eines Winters kam mir die Idee und im Frühjahr  2001 legte ich  einen lange gebogenen Weg an, mit dem Ergebnis, dass dieser Bereich jetzt viel größer wirkt !
Es ergab sich die jetzige Aufteilung mit dem langen  Bogenbeet

und dem Grasbeet dahinter. Das Bogenbeet ist ca. 1m breit und mit niedrigen und halbhohlen Stauden sowie halbhohen Gräsern bepflanzt.
Anfangs ist das Bogenbeet von Tulpen und Akelei beherrscht, danach folgen frühe gelbe Taglilien und hellrosa Staudenmohn. Erst im Hochsommer sind die Gräser so hoch gewachsen, dass sie das Beet dominieren. Die Gräserblüte wird von Astern, Heuchera und Phlox begleitet. Im Herbst habe ich den Bereich unter der Kirsche verändert: die vielen Akelei aufs Grasbeet versetzt und unter der Kirsche ein kleines Schattenbeet mit Blattschmuckpflanzen angelegt


Das Bogenbeet liegt im Winterschlaf. Die Gräser sind noch nicht zurück geschnitten, teilweise sind sie vom Sturm zerzaust.

Die Flaschenkanten geben dem Beet auch im Winter Struktur. Auf dem Rasen liegen die Zweige einer letzten Scheinzypresse,
die "dran glauben" musste.

Die Tulpen geben dem Bogenbeet das erste Grün ...

.. und wenig später die erste Blütenpracht.

Kurz danach folgt Akelei in vielen Farben, Vergissmeinnicht und die ersten gelben Taglilien ( Hemerocallis drumontieri)

Nun beginnen die Gräser zu wachsen  und leuchten schön im Gegenlicht.

Zwei Monate später sind die Gräser erblüht. Im Hintergrund Pyrenäenaster und Heuchra.

Der Oktober ist der Höhepunkt für die Gräser. Im Vordergrund ein Pfeifengras Molinaria caerulea "Heidebraut"

Im November und Dezember sind die Gräser immer noch sehr dekorativ. Sie wirken besonders gut, wenn sie im Gegenlicht stehen.

 


   Das Grasbeet  

Dies ist die Ecke hinter dem Bogenbeet bis zur rückwärtigen Grenze.
Ich hab es 2001 gemeinsam mit dem Bogenbeet angelegt.
Anfangs verlief zur Nachbargrenze eine Reihe von Büschen als Sichtschutz. Diese wurden oben herum immer breiter und unten herum immer kahler.  Auch ein Rückschnitt machte keinen besseren Sichtschutz aus ihnen und da ich das Gerumpel in Nachbars Garten nicht länger ansehen wollte, haben wir eine  Rankwand gezogen. Zwei der Büsche machten  2002  für eine Ramblerrose Platz, die mittlerweile 6 Meter der Rankwand in Anspruch nimmt. 
Gras- und Bogenbeet sind im Vergleich zu den älteren Beeten mehr dem jahreszeitlichen Wandel unterworfen, weil sie in erster

Linie mit Stauden und Gräsern bepflanzt sind. 
Für Gräser habe ich mich nach der Lektüre von Piet Oudolfs Büchern begeistert und 2001 meine ersten Gräser auf´s Grasbeet gepflanzt ( Chinaschilf, Seggen und Lampenputzergras). Im Lauf der Zeit hat sich das Chinaschilf gut entwickelt und es sind weitere Gräser hinzugekommen. 
Parallel wurde mir klar, dass ich auch die Auswahl der begleitenden Stauden den Gräsern stilistisch anpassen musste. So habe ich u.a. Campanula, Kerzenknöterich, Brandkraut,
div. Astern, Sedum, Taglilien und Heuchera zu den Gräsern gepflanzt. 
Bis zur Mitte des Sommers bemerkt man recht wenig von den Gräsern.  Die meisten haben erst im Hochsommer  ihre volle Größe erreicht und beginnen zu dann blühen.


Auch wenn das Chinaschilf schon etwas zerzaust ist, lasse ich es stehen. Ich mag keine leer geräumten Gärten.

Hier erkennt man gut die Rankwand an der rückwärtigen Grenze.

Der Frühling 2006 kam mit Verspätung, in anderen Jahren würden die ersten Tulpen bereits blühen.

Besonders schön finde ich die weinroten Tulpen ('Jan Reus') gemeinsam mit den weißen Fosteriana-Tulpen ('Purissima').
Die gelben und knallroten Tulpen mag ich weniger, sie werden im nächsten Jahr ausgetauscht.

18 Tage später: Die Grünmasse wächst tüchtig, Akelei und das rote Laub der Heuchera bringen Farbe.

Die hohen Gräser legen immer noch zu ...

... und nun blüht das erste - das Goldährengras auf den Bogenbeet.   Im Hintergrund steht die Ramblerrose in voller Blüte.
Den Phlox im Vordergrund habe ich im Herbst gegen eine zartrosa Sorte ausgetauscht.

Inzwischen ist das Chinaschilf (links) mit anfangs rötlichen Blüten erblüht. Das Goldährengras hat sich inzwischen strohblond gefärbt.

Auf diesem Bild hat sich ein Zebragras so weit nach vorn geneigt, dass es das Chinaschilf verdeckt. Die auffällig weißen
Grasähren weiter hinten gehören dem frisch erblühten Diamantgras. Die weiße Farbe entsteht durch den morgendlichen Tau.

Ende Oktober, die Stauden sind verblüht aber die Heuchera ist immer noch schön und Gräser färben sich gelblich.

Nun geht das Gartenjahr seinem Ende zu, aber mit etwas Glück gibt´s noch ein paar Sonnenstunden, die die Gräser erstrahlen lassen.


 

...
 

 

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